Der größte Altbaumbestand der Stadt
Der Rhododendron-Park umfasst 46 Hektar und entstand ab 1933/1936 im ehemaligen Rickmers Park — mit Botanischem Garten und botanika. Dazu der Stadtwaldsee mit dem angrenzenden Naturschutzgebiet Am Stadtwaldsee von 11,4 Hektar, das NSG Westliches Hollerland mit 293 Hektar und dem Kuhgrabensee und das NSG Untere Wümme mit 148,5 Hektar. Im Westen schließt das Blockland an.
Baumhöhlen in solchem Bestand sind der bevorzugte Nistplatz der Europäischen Hornisse. Wo eine Höhle fehlt, weicht sie auf Schuppen und Dachböden aus — und davon gibt es hier reichlich.
Die Landhäuser als zweiter Nistort
Im 18. Jahrhundert errichteten Bremer Kaufleute hier Landgüter mit villenartigen Landhäusern; erhalten und denkmalgeschützt sind unter anderem das Landgut Fritze-Focke von 1750, das Gutshaus Landruhe von etwa 1795 und das Landhaus Louisenthal von etwa 1815. Dazu Reste des dörflichen Charakters mit erhaltenen Bauernhäusern. Große, ungenutzte Dachräume in park- und waldnaher Lage sind für Hornissen ideal — genau wie für Marder, siehe Marder auf Landhaus-Dachböden.
Was rechtlich gilt
Besonders geschützt nach § 44 BNatSchG. Töten, Fangen und Zerstören des Nests sind grundsätzlich verboten; zulässig ist die Umsiedlung durch eine fachkundige Person mit Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde. In Naturschutzgebieten gelten zusätzlich eigene Regeln — dort ist die zuständige Behörde der Ansprechpartner.
Davon zu unterscheiden ist die invasive Asiatische Hornisse: Sie wurde vom Bundesumweltministerium Ende März 2025 als „weit verbreitet" eingestuft, die frühere allgemeine Meldepflicht ist damit entfallen, eine freiwillige Meldung bleibt aber dringend empfohlen. Zur Unterscheidung: Asiatische Hornisse erkennen.
Bis wir da sind
- Abstand halten, den Einflugbereich absperren
- Nachts kein Außenlicht direkt am Nest
- Auf dem Dachboden nichts aufräumen, solange das Volk aktiv ist
- Niemals selbst entfernen oder besprühen
Häufige Fragen aus Horn-Lehe
Wir wohnen direkt am Rhododendron-Park. Müssen wir mit Hornissen leben?
Im Sommer sehr wahrscheinlich, ja — und das ist meist unproblematisch. Hornissen sind zurückhaltend, solange Nest und Einflug in Ruhe bleiben, und ihr Stich ist nicht giftiger als der einer Wespe. Ein Volk vertilgt zudem große Mengen anderer Insekten.
Auf dem Dachboden unseres denkmalgeschützten Landhauses sitzt ein Nest. Was nun?
Zuerst Bestimmung und Lagebeurteilung. Ist der Dachraum nicht in täglicher Nutzung, ist Abwarten meist der richtige Weg. Falls umgesiedelt werden muss, stimmen wir das mit der Unteren Naturschutzbehörde ab und arbeiten an der historischen Substanz zurückhaltend.
Telefon: 0176 4287 6094 · rund um die Uhr erreichbar ab 69 € Einsatzpauschale zzgl. Material und Aufwand · Anfahrt inklusive · sehr häufig bleibt es bei der Beratung
Vergleichbare Parklagen behandeln wir bei Hornissen in Schwachhausen und beim Hornissennest Findorff.
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