Artenschutz zuerst · Artbestimmung vor jeder Bekämpfung
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Ratgeber

Mäuse in der Wohnung — erkennen und richtig reagieren

Erst ist es nur ein feines Trippeln über der Decke, dann liegen kleine dunkle Körnchen in der Speisekammer. Mäuse in der Wohnung sind kein Notfall, aber sie sind auch nichts, was von allein aufhört — und der wichtigste Schritt ist einer, den fast niemand macht: die Art bestimmen.

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Die Anzeichen

reiskorngroßer Kot

deutlich kleiner als der ein bis zwei Zentimeter lange, dunkle Rattenkot

Nageschäden

an Verpackungen, Kabeln, Holz

feines Trippeln und Kratzen

, vor allem nachts, in Wänden und Zwischendecken

Nestmaterial

zerkleinertes Papier, Dämmwolle, Textilfasern

ein modriger Uringeruch bei stärkerem Befall

Fundorte sind Küche, Vorratsraum, Keller, Hohlräume in Wänden und Decken und der Raum hinter Geräten.

Warum die Art zuerst bestimmt wird

Die Hausmaus ist der typische Innenraum-Schädling und hat keinen Schutzstatus — sie darf bekämpft werden. Aber diverse heimische Arten, darunter bestimmte Wühl-, Wald- und Spitzmäuse, können geschützt sein. Eine Verwechslung ist damit nicht nur ein fachlicher, sondern auch ein rechtlicher Fehler.

Deshalb: Heben Sie ein gefundenes Tier auf oder machen Sie ein Foto. Zusammen mit Fundort und Kotgröße reicht das meist für eine sichere Einordnung — oft schon am Telefon.

Offener Spalt zwischen Wandfuß und Estrich in einem Rohbau, daneben Bauschutt
Genau solche offenen Anschlüsse am Wandfuß sind der Weg ins Haus. Werden sie nicht geschlossen, kommt das nächste Tier nach.

Der Spalt, der alles erklärt

Eine Hausmaus passt durch eine Öffnung von etwa Bleistiftdicke. Das ist der Grund, warum ein Haus, das dicht aussieht, trotzdem betroffen ist — und warum ein Köder allein nichts löst. Typische Eintrittsstellen: Rohr- und Kabeldurchführungen, Spalten unter Türen, Kellerfenster, Lichtschächte, Übergänge zwischen Anbau und Altbau.

Was Sie sofort tun sollten

Lebensmittel und Vorräte in dicht schließende Behälter

aus Glas oder Metall umfüllen — Karton und Folie sind kein Hindernis

Sichtbare Eintrittsspalten notieren

, gern mit Fotos

Tote Tiere nicht ohne Schutz anfassen

Keine frei gekauften Gifte offen auslegen — das gefährdet Kinder, Haustiere und Nichtzielarten

Wie die Bekämpfung läuft

Nach Diagnose und Artbestimmung kommen Schlagfallen oder Köder zum Einsatz, je nach Situation und Haushalt; im bewohnten Innenraum sind Schlagfallen häufig das bessere Mittel, weil sie kontrollierbar sind und kein Köder in Reichweite liegt.

Der eigentliche Erfolg ist aber das Abdichten der Eintrittsstellen. Ohne Verschluss ist es ein Dauerproblem, egal wie gut geködert wird. Dazu kommen Hygiene- und Vorratsberatung und eine Nachkontrolle. Mehr unter Mäuse bekämpfen in Bremen.

Häufige Fragen

Sind es Mäuse oder Ratten?

Der Kot ist das sicherste Merkmal: reiskorngroß bei Mäusen, ein bis zwei Zentimeter und dunkel bei Ratten. Auch die Geräusche unterscheiden sich — feines Trippeln gegen deutliches Poltern. Bei Ratten gilt ein anderes Vorgehen und oft eine kommunale Meldepflicht, siehe Ratten als Verwechslung.

Es poltert laut über der Decke. Sind das Mäuse?

Eher nicht. Deutliches Poltern und Trappeln auf dem Dachboden spricht für einen Marder auf dem Dachboden. Mäuse sind erheblich leiser und sitzen in Wand und Zwischendecke.

Reicht eine Katze?

Als Bekämpfungsstrategie nein. Eine Katze fängt einzelne Tiere, aber eine Hausmaus-Population vermehrt sich schneller — und der Zugang ins Haus bleibt offen.

Was, wenn es eine geschützte Art ist?

Dann wird nicht bekämpft. Wir sagen Ihnen, worum es sich handelt und was stattdessen möglich ist — in der Regel Aussperren und Abdichten.

Telefon: 0176 4287 6094 · rund um die Uhr erreichbar ab 69 € Einsatzpauschale zzgl. Material und Aufwand · Anfahrt inklusive · was ein Einsatz kostet

In Bremen kommen Mäuse im Herbst besonders dort von draußen, wo die Stadt an Grünland grenzt — siehe Mäuse aus Hollerland und Blockland und Mäuse aus dem Werderland.