Die Rechtslage, ohne Übertreibung
In vielen Kommunen besteht bei Rattenbefall eine Melde- und/oder Bekämpfungspflicht. Sie ergibt sich aus kommunalen Schädlingsbekämpfungssatzungen und -verordnungen, gestützt auf Gefahrenabwehr und Hygienerecht; rechtlicher Hintergrund ist unter anderem § 18 IfSG in Verbindung mit kommunalem Recht. Ratten gelten als Gesundheitsschädlinge.
Zuständig
ist je nach Kommune das Ordnungsamt oder das Gesundheitsamt.
Verantwortlich
für die Bekämpfung ist in der Regel der Grundstückseigentümer oder -berechtigte; ein Unterlassen kann bußgeldbewehrt sein.
Die genauen Pflichten sind bundesland- und kommunenabhängig.
Was wir bewusst nicht behaupten: dass bundesweit eine einheitliche Meldepflicht besteht. Prüfen Sie es beim örtlichen Amt — wir sagen Ihnen am Telefon, welche Angaben Sie dafür brauchen und wie ein Befund sinnvoll dokumentiert wird.
Woran Sie einen Rattenbefall erkennen
- Kot dunkel, länglich, etwa ein bis zwei Zentimeter
- Nagespuren an Holz, Kunststoff, Kabeln, Tonnen, Verpackungen
- Laufwege und Schmierspuren entlang von Wänden und Kanten
- nächtliche Geräusche , Kratzen und Poltern
- aufgerissene Verpackungen , verstreutes Futter
- Löcher und Baue im Garten , oft am Komposter oder unter Schuppen
Die Wanderratte ist scheu. Wenn Sie ein Tier am Tag sehen, ist der Befall meist schon fortgeschritten.

Was Sie sofort tun sollten
Nahrungsquellen entfernen
offene Abfälle, Vogelfutter, ungesicherten Komposter
Eintrittsstellen notieren
wo laufen die Tiere entlang, wo verschwinden sie
Befall beim örtlichen Ordnungs- oder Gesundheitsamt anzeigen
Kot nicht trocken aufwirbeln
Sanierung nur mit Schutzausrüstung
Keine frei gekauften Gifte offen auslegen.
Wirksame Rodentizide unterliegen dem Biozid- und Gefahrstoffrecht; ihre Ausbringung im Freiland ist Sachkundigen vorbehalten, und offenes Gift gefährdet Hunde, Katzen, Igel und Kinder.
Wie die professionelle Bekämpfung läuft
Begehung und Befundaufnahme — Laufwege, Baue, Befallsstärke, Zuwanderungsquelle. Dann Köderung mit Rodentiziden in gesicherten Köderschutzboxen durch Sachkundige, mit Dokumentation, ergänzt um Schlagfallen, wo sie das bessere Mittel sind. Anschließend das Abdichten der Zugänge — der eigentliche nachhaltige Teil — und eine Nachkontrolle.
Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Die Zuwanderung über die Kanalisation ist einer der Hauptwege. Deshalb gehört bei der Begehung die Frage dazu, ob defekte Anschlüsse oder offene Schächte auf dem Grundstück die eigentliche Quelle sind. Das zu beheben ist häufig wirksamer als jede Köderung. Alles zum Verfahren unter Ratten bekämpfen in Bremen.
Häufige Fragen
Bekomme ich Ärger, wenn ich melde?
Die Meldung ist der vorgesehene Weg, nicht das Problem. Problematisch wird es, wenn ein Befall auf einem Grundstück unbearbeitet bleibt — dann kann das Unterlassen bußgeldbewehrt sein.
Ich bin Mieter. Muss ich melden?
Melden Sie es Ihrem Vermieter beziehungsweise der Hausverwaltung; verantwortlich für die Bekämpfung ist in der Regel der Grundstückseigentümer. Die Kosten der akuten Bekämpfung trägt nach § 535 BGB grundsätzlich der Vermieter. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung.
Sind es Ratten oder Mäuse?
Der Kot entscheidet: ein bis zwei Zentimeter und dunkel bei Ratten, reiskorngroß bei Mäusen. Bei Mäusen gilt ein anderes Vorgehen, siehe Mäuse als Verwechslung.
Wie schnell kommen Sie?
Ratten im Wohnbereich, im Keller oder am Spielplatz behandeln wir als dringend — Notdienst bei Ratten im Wohnbereich. Eine Ankunftszeit in Minuten sagen wir bewusst nicht zu.
Telefon: 0176 4287 6094 · rund um die Uhr erreichbar ab 69 € Einsatzpauschale zzgl. Material und Aufwand · Anfahrt inklusive · wie abgerechnet wird
Bremen ist eine Stadt am Wasser, und Ratten folgen dem Wasser: Ratten an den Kajen der Überseestadt, Ratten an Klärwerk und Westpier und Ratten an Gleisen und Torfkanal.