Was wir sind — und was wir nicht behaupten
Wir sind ein Dienstleistungsbetrieb für Schädlingsbekämpfung mit Einsatzgebiet Bremen. Was Sie auf dieser Website nicht finden werden:
Keinen „Meisterbetrieb".
Schädlingsbekämpfung ist kein Handwerk mit Meisterbrief. Wer sich in dieser Branche so nennt, führt einen Titel, den es hier gar nicht gibt.
Keine Innungsmitgliedschaft.
Für dieses Gewerbe existiert keine Innung. Auch das wäre eine Erfindung.
Keine Sternebewertungen und keine Auszeichnungen.
Wir zeigen keine Siegel, keine Sterne und keine Kundenstimmen, weil wir für diesen Betrieb keine zurechenbaren, nachprüfbaren Bewertungen vorliegen haben. Erfundene Bewertungen sind irreführende Werbung — und in einer Branche, in der Menschen in Sorge anrufen, besonders schäbig.
Kein „seit über 20 Jahren".
Zahlen, die wir nicht belegen können, schreiben wir nicht hin.
Das klingt karg. Es ist aber die einzige ehrliche Grundlage dafür, dass Sie dem glauben können, was hier sonst steht.
Der fachliche und rechtliche Rahmen

Schädlingsbekämpfung ist ein regulierter Bereich, und diese Regeln bestimmen unsere Arbeit:
Biozide und Rodentizide
dürfen je nach Stoff nur durch Sachkundige und fachgerecht ausgebracht werden — bei Ratten etwa in gesicherten Köderschutzboxen und mit Dokumentation. Der Zugang von Privatpersonen zu wirksamen Rodentiziden im Freiland ist stark eingeschränkt. Den Sachkunderahmen setzt die TRGS 540, die im September 2025 die frühere TRGS 523 abgelöst hat.
Begasungen
unterliegen den besonderen Anforderungen der Gefahrstoffverordnung und sind anzeige- beziehungsweise erlaubnispflichtig — dafür braucht es zertifizierte Fachbetriebe.
Bei tragenden Holzbauteilen
gilt DIN 68800; wo ein Denkmal betroffen ist, ist die Denkmalschutzbehörde einzubeziehen. Das ist in einer Stadt mit Fachwerkbauten wie dem Spiegelhof von 1667 in Burglesum oder dem erhaltenen Schnoor keine Formalie.
Artenschutz
ist der erste Arbeitsschritt, nicht der letzte: § 39 BNatSchG für alle heimischen Wespen, § 44 BNatSchG für die besonders geschützte Europäische Hornisse und für Waldameisen, das Bundesjagdgesetz für den Steinmarder, das Tierschutzgesetz für Stadttauben.
Wie wir arbeiten
- Bestimmen vor behandeln. Hausmaus oder geschützte Spitzmaus, Wegameise oder Waldameise, Deutsche Schabe oder harmloses Waldschäbchen, Wespe oder Hornisse: Diese Unterscheidung entscheidet über Verfahren, Zulässigkeit und Preis. Sie steht deshalb am Anfang — oft schon am Telefon, spätestens vor Ort.
- Umsiedeln vor entfernen. Beim Wespennest lautet die vorgezogene Reihenfolge: in Ruhe lassen, vergrämen, umsiedeln, erst als letztes Mittel entfernen. Beim Hornissennest ist die Umsiedlung statt Zerstörung mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde der Regelweg. Beim Steinmarder wird vergrämt und ausgesperrt, nicht gefangen.
- Abdichten statt nachdosieren. Bei Nagern und beim Marder ist der Verschluss der Zugänge der eigentliche Erfolg. Ein Köder, der jedes halbe Jahr erneuert wird, ist ein Abo, keine Lösung.
- Den Preis vor der Arbeit nennen. Die Einsatzpauschale ab 69 € inklusive Anfahrt steht öffentlich auf dieser Website, und den konkreten Preis erfahren Sie, bevor jemand anfängt. Wie wir dahin kommen, steht unter wie wir abrechnen.
- Auch mal abraten. Ein ruhig gelegenes Wespennest im September, einzelne Silberfische nach dem Duschen, vergraute Holzwurmlöcher ohne frisches Bohrmehl: Da ist die richtige Empfehlung „nichts tun". Wir geben sie, auch wenn sie uns einen Auftrag kostet.
- Realistische Erwartungen setzen. Bei Bettwanzen und Schaben sind mehrere Termine fachlich zwingend, weil Eier nachschlüpfen. Wer Ihnen einen einzigen Termin verspricht, verkauft Ihnen die zweite Behandlung später als Überraschung.
Warum Bremen anders ist als andere Städte
Bremen ist baulich ein Sonderfall, und das prägt die Arbeit hier. Weil der Bau großer Mietshäuser und Hinterhofsiedlungen historisch verboten war, entstand statt Mietskasernen das schmale Bremer Haus — Reihenhauszeilen für ein bis zwei Familien. In den Bremer Häusern der Östlichen Vorstadt, die im Zweiten Weltkrieg nur sehr gering zerstört wurden, steht bis heute Bausubstanz von um 1900 mit originalen Holzbauteilen. Das heißt für uns: Holzschädlinge im Dachstuhl sind hier ein echtes Thema, Marder wandern über durchlaufende Dachflächen, und zwischen direkt aneinandergebauten Einheiten werden Bettwanzen verschleppt.
Wenige Kilometer weiter gilt das Gegenteil. In Großwohnsiedlungen wie der Vahr — rund 11.800 Wohnungen in Zeilenbauweise, dazu das 22-geschossige Aalto-Hochhaus — gibt es keinen Altbau und damit kein Holzwurmthema, dafür gemeinsame Steigstränge, über die sich Schaben ausbreiten, und eine Behandlung, die nur blockweise sinnvoll ist.
Und im Westen sitzt das dritte Bremen: In der Überseestadt in Walle werden Getreide, Futtermittel und Mehl umgeschlagen, dort steht der Großmarkt, und Vorratsmotten in Silos und Lagern sind ein Thema, das es in einem Villenviertel schlicht nicht gibt.
Wer diese Unterschiede kennt, stellt am Telefon die richtigen Fragen. Deshalb haben wir für jeden der 14 Stadtteile eine eigene Seite geschrieben, statt einen Text vierzehnmal mit ausgetauschtem Ortsnamen zu veröffentlichen.
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